Gittersehschärfe / Preferential Looking

Gittersehschärfe / Preferential Looking

In dieser Rubrik finden Sie diagnostische Sehteste und Materialien für die Beurteilung der Gittersehschärfe nach dem Preferential-Looking-Prinzip bei Säuglingen und Kleinkindern.

Gerade bei der Untersuchung der Augen von Säuglingen und sehr kleinen Kindern ist die Möglichkeit der Kommunikation eingeschränkt. Die Bestimmung der subjektiven Sehschärfe unter aktiver Mitarbeit wird dadurch erschwert. Bei der Prüfung auf Grundlage des Preferential Looking, d. h. der bevorzugten Blickzuwendung, werden dem Kind in einer spielerischen Testsituation vor einem neutralen Hintergrund Testmaterialien mit unstrukturierten und strukturierten Reizen unterschiedlicher Ortsfrequenzen präsentiert. Letztere enthalten parallel angeordnet helle und dunkle Streifen, deren Breite und Abstand variieren. Die Ortsfrequenz ist dabei das Maß für die Anzahl von Linienpaaren (schwarz und weiß) pro einem Zentimeter Oberfläche oder einem Sehwinkel von einem Grad. Während des Tests wird die bevorzugte Blickrichtung bzw. visuelle Aufmerksamkeit des Kindes beobachtet. So wird geprüft, inwiefern helle und dunkle Strukturen unterschieden werden können und ob der strukturierte Reiz bevorzugt wird. Diese Fähigkeit ist die Voraussetzung für die Gittersehschärfe und gibt Aufschluss über die Kontrastempfindlichkeit bzw. Wahrnehmung unterschiedlicher Kontraste. Die Gittersehschärfe ist das Maß für den kleinsten noch auflösbaren Abstand zwischen zwei Objekten. Man spricht auch von der Auflösungssehschärfe, die jedoch nicht mit der gewöhnlichen Visusbestimmung zur Prüfung der zentralen Sehschärfe verwechselt werden darf.

Sie finden in unserem Onlineshop verschiedene Teste und Untersuchungsmaterialien zur Ermittlung der Gittersehschärfe und des Kontrastsehvermögens nach der Preferential-Looking-Methode. Alle Materialien sind bestens für eine nonverbale Anwendung geeignet und in verschiedenen Ausführungen erhältlich: im Kartenformat, als Paddles oder Tafeln. Der Cardiff-Test kann z. B. bei Kindern ab dem 6. Lebensmonat angewandt werden. Er eignet sich aber genauso auch zur Untersuchung von älteren Kindern oder Erwachsenen mit geistiger Behinderung. Je nachdem, ob der Patient das abgebildete Objekt erkennt und sein Blick in die jeweilige Richtung wandert, können Augenarzt oder Orthoptistin feststellen, ob das Objekt erkannt wurde. Als Alternative zum Cardiff-Test gibt es den sogenannten PAC-Test (Pacific Acuity Test), ebenfalls ein nonverbaler Test für Kinder ab sechs Monaten mit zwei sich gegenüberliegenden Testfiguren. Hiermit wird der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Erkennungssehen spielerisch untersuchbar. Darüber hinaus erhalten Sie bei uns MARS-Kontrasttafeln mit Buchstaben oder Zahlen, Keeler Acuity Cards, Teller Acuity Cards® und LEA GRATINGS® zur Prüfung der Gittersehschärfe bei Kleinstkindern und Patienten mit Wahrnehmungsstörungen.

Wenden Sie sich bei Fragen gern direkt an uns und lassen Sie sich beraten. Wir helfen Ihnen auch bei der Auswahl der für Sie passenden Diagnostikmaterialien und informieren Sie über deren Anwendungsgebiete.

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