KARIBU-Projekt

Unsere Direkthilfe in Kenia und Nigeria

Seit 2007 unterstützen wir, die TRUSETAL VERBANDSTOFFWERK GMBH, unsere Mitarbeiterin Christiane Paschke bei ihrem KARIBU-Projekt in Kenia. Schwerpunkt des Hilfsprojekts ist die Prävention von Kinderblindheit durch Früherkennung und rechtzeitige Behandlung kindlicher Augenerkrankungen. In ihrer Funktion als Beraterin des kenianischen Gesundheitsministeriums für den Bereich Ophthalmologie leistet die erfahrenen Orthoptistin hervorragende Entwicklungsarbeit - von Deutschland aus und vor Ort. Frau Paschke selbst fliegt einmal im Jahr nach Kenia, um sich vom Fortgang der einzelnen Projekte zu überzeugen und sicherzustellen, dass die Geld- und Sachspenden den bedürftigen Kindern direkt zugutekommen. Seit 2016 unterstützen wir Frau Paschke auch bei Ihren Bemühungen, in Nigeria die erste orthoptische Einrichtung des Landes aufzubauen.

 

KARIBU-Update 2018

KARIBU-Update 2018

Anfang dieses Jahres fand der KARIBU-Workshop erstmals in Kerugoya in der Nähe des Mount Kenya statt. Insgesamt nahmen 10 Schwestern und Pfleger aus verschiedenen Kinderabteilungen des ortsansässigen Krankenhauses an der 4-tägigen Schulung teil. Schwerpunkte im theoretischen Teil des Workshops waren ernsthafte kindliche Augenerkrankungen sowie deren Früherkennung und Behandlung. Im praktischen Teil wurden Kinder auf der Kinderstation und in einer Grundschule gescreent.

Am Mittwoch der KARIBU-Woche besuchte Victor, ein 20-jähriger junger Mann, die Augenklinik. Er war eines der kleinen Kinder, die im Jahr 2000 auf Initiative der deutschen Mitarbeiter der Universitäts-Augenklinik in Nairobi und mithilfe von Frau Paschke zur Behandlung ihrer Erkrankung nach Deutschland geflogen wurden. Victor litt an einem bösartigen Augentumor (Retinoblastom). Ohne eine frühzeitige Behandlung ist der Fortlauf dieser Augenerkrankung tödlich.

Victors rechtes Auge wurde im Universitätsklinikum Essen entfernt, das linke Auge bestrahlt. Es weist nun eine Sehschärfe von 30 % auf. Die rechte Augenhöhle des jungen Mannes muss nun operativ neu versorgt und eine neue Augenprothese angefertigt werden. Dafür stehen Gelder aus dem KARIBU-Notfallfonds zur Verfügung.

Als Folge eines Hirntumors, der 2006 operiert wurde, besteht bei Victor eine Epilepsie, die medikamentös behandelt werden muss. Trotz dieses Schicksals ist Victor ein offener und munterer junger Mann.

Für alle Workshop-Teilnehmer war es sehr berührend, einen Patienten kennenzulernen, der ohne die frühzeitig eingeleitete Behandlung seines Retinoblastoms nicht überlebt hätte.

KARIBU-Update 2018
KARIBU-Update 2018
KARIBU-Update 2018